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Besuch bei der Nachbargemeinde Remchingen

Geschrieben von: Joachim Braun Donnerstag, den 01. März 2018 um 17:19 Uhr

Pressemitteilung CDU Gemeindeverband Pfinztal

Die CDU Mitglieder Wolfgang Michelberger, Linus Posselt und Frank Hörter nutzten die Gelegenheit sich mit der Bildungsministerin Susanne Eisenmann und den Remchinger Kommunalpolitikern auszutauschen.

Die 53-Jährige hält eine fulminante Rede und braucht dazu kein Manuskript. Sie verteidigt den Bildungsföderalismus, für den die Länder wieder kämpfen müssten, garniert mit einer Spitze gegen die Bundeshauptstadt. „Klar ist doch, wenn wir die zentrale Bildungsverantwortung in Berlin hätten, wären alle gleich schlecht!“

Dass sich das Land in Sachen Schule in den kommenden Jahren gründlicher als zuvor an seine Hausaufgabe setzen muss, daraus machte Susanne Eisenmann bei ihrem Besuch in Remchingen keinen Hehl: „Wer spitze bleiben will, kann sich nicht darauf ausruhen. Dem FC Bayern München gelingt das vielleicht, aber anderen nicht.“

In Baden-Württemberg, das räumt sie ein, ohne nach Schuldigen zu suchen, seien eklatante Fehler gemacht worden. Offenbar hätten sich die damals Verantwortlichen zu sehr zurückgelehnt, die frühere Spitzenposition, die Baden-Württemberg innehatte, sei nicht mehr weiterentwickelt worden.

Welche Qualitätsprobleme daraus resultieren, habe die Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung aufgezeigt: Unter den Viertklässlern hätte jeder Fünfte die Grundschule verlassen, ohne lesen zu können. Im Vergleich mit 16 Bundesländern würde jeder Fünfte in den Grundfächern Lesen, Schreiben und Rechnen nicht mehr den Mindeststandard erreichen. Susanne Eisenmann schließt daraus, dass die in Grundschulen praktizierte Lernmethode „Schreiben nach Hören“ wegen der verheerenden Rechtschreibfehler keinen Sinn mache.

Sorgen bereitet Susanne Eisenmann, dass allein im Vorjahr landesweit 5100 offene Stellen zu besetzen waren, es zu wenige Lehrer gebe, sich 75 Prozent dieser Lehrer zur Ruhe setzten. Dies führt sie auf Versäumnisse der Vorgängerregierung zurück: Denn diese Pensionierungswelle war dunkelrot erkennbar!“

Linus Posselt und Frank Hörter tauschten sich mit Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon und Kommunalpolitikern über den geplanten Hochwasserschutz, Verkehrsbehinderungen auf der B10 und den Rathausneubau aus.



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